Hier finden Sie aktuell die neue Versicherungspflichtgrenze 2017 und die Beitragsbemessungsgrenzen in der Krankenversicherung bzw. den Krankenkassen
von 2014 bis 2017
(Alte Bundesländer).

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AUV - Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Versicherungsmakler e.V.
 

Vor einem Wechsel in eine private Krankenversicherung (PKV) müssen bei Arbeitnehmern besonders die Pflichtversicherungsgrenze (Jahresarbeitsentgeldgrenze) beachtet werden.

Versicherungspflichtgrenzen:

Versicherungspflichtgrenze 2017: Einkommen mindestens 57.600,- € bzw. mtl. 4.800,00 €
Versicherungspflichtgrenze 2016: Einkommen mindestens 56.250,- € bzw. mtl. 4.687,50 €
Versicherungspflichtgrenze 2015: Einkommen mindestens 54.900,- € bzw. mtl. 4.575,00 €
Versicherungspflichtgrenze 2014: Einkommen mindestens 53.550,- € bzw. mtl. 4.462,50 €
 

Arbeitnehmer dürfen laut der letzten Gesundheitsreform bereits dann in die private Krankenversicherung, wenn ihr jährliches Bruttoeinkommen ein Jahr lang die jeweilige Versicherungspflichtgrenze übersteigt.

Versicherungspflichtgrenze bedeutet, daß Arbeitnehmer nur dann die gesetzliche Krankenversicherung verlassen und in die private Krankenversicherung können, wenn sie mehr verdienen *) als mit der Versicherungspflichtgrenze festgelegt wurde.

Es zählt das gesamte Jahreseinkommen inkl. Urlaubs-, Weihnachtsgeld usw. (Regelmäßiger Verdienst *).

*) Zum Jahreseinkommen zählen, soweit die Leistungen nicht steuerfrei gewährt werden oder nicht mit einem Pauschalsteuersatz versteuert werden, alle regelmäßig wiederkehrenden Leistungen wie
monatliches Arbeitsentgelt aus einer versicherungspflichtigen Beschäftigung und Sonderzuwendungen, die wenigstens einmal jährlich gewährt werden wie:
Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, 13. oder weiteres Gehalt,
Pauschalen: Spesenpauschale, Fahrtkostenpauschale, Überstundenpauschale,
Zulagen: Verantwortungszulagen, Schichtzulagen, Zulagen für Schmutzarbeit, Erschwerniszuschläge,
Sachbezüge, vermögenswirksame Leistungen ohne Arbeitnehmer-Sparzulage.

Besonderheit bei den Versicherungspflichtgrenzen:
Für alle Versicherten, die bereits vor dem 01.01.2003 in der Privaten Krankenversicherung versichert waren, gilt eine abweichende Regelung. Für diesen Personenkreis ist nach wie vor die alte Versicherungspflichtgrenzenregelung gültig. Das heisst, deren Versicherungspflichtgrenzen entsprechen den jeweiligen Beitragsbemessungsgrenzen.

Beitragsbemessungsgrenzen in der GKV:

Beitragsbemessungsgrenze 2017: 52.200,- €  bzw. mtl. 4.350,00 €
Beitragsbemessungsgrenze 2016: 50.850,- €  bzw. mtl. 4.237,50 €
Beitragsbemessungsgrenze 2015: 49.500,- €  bzw. mtl. 4.125,00 €
Beitragsbemessungsgrenze 2014: 48.600,- €  bzw. mtl. 4.050,00 €
 

Beitragsbemessungsgrenze bedeutet, daß in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bis zu dieser Summe Krankenversicherungsbeiträge gezahlt werden müssen. Einkommen, das darüber hinaus geht wird nicht mit Krankenversicherungsbeiträgen belastet.

Entwicklung der Beitragsbemessungsgrenzen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) pro Monat seit 2002

© André Liebig, Lohn-Info - Beitragsbemessungsgrenzen GKV

Diese Entwicklung bedeutet für Versicherte in der gesetzlichen Krankenversicherung, die über ein monatliches Einkommen oberhalb dieser jeweiligen Grenzen verfügen, in den letzten 15 Jahren (mit 2 Ausnahmen) jährlich steigende Krankenversicherungsbeiträge.

Krankenversicherungs-Beitragssätze der gesetzlichen Krankenkassen:

14,90 % bis 16,30%

(Bei Arbeitnehmern zahlt der Arbeitgeber davon die Hälfte)

Krankenversicherungs-Beitragssatz zum Beispiel bei der DAK:

16,10%

(Bei Arbeitnehmern zahlt der Arbeitgeber davon die Hälfte)

Zusatzbeiträge bei den gesetzlichen Krankenkassen:

Die Zusatzbeiträge liegen je nach Kasse zwischen 0,3 % und 1,70 %

Die Zusatzbeiträge zahlt das Mitglied allein. 

Zusatzbeitrag zum Beispiel bei der DAK:

1,50 %

Den Zusatzbeitrag zahlt das Mitglied allein.

Maximaler Tagegeldanspruch in den gesetzlichen Krankenkassen:

Das Krankentagegeld gesetzlicher Krankenkassen beträgt ab 01.01.2017
maximal 101,50 € täglich, bzw. maximal 3.045,00 € monatlich.
(= max. 70% der Beitragsbemessungsgrenze)

Falls das tatsächliche Einkommen darüber liegt, sollte unbedingt eine private Krankentagegeldversicherung abgeschlossen werden.

Wer kann überhaupt in die private Krankenversicherung?

Generell: Selbständige, Freiberufler und Beamte.

Arbeitnehmer nur, wenn sie ein Jahr lang die Pflichtversicherungsgrenze
überschritten haben.
 

Weitere Informationen und Broschüren erhalten Sie bei:

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© Bundeszentrale für politische Bildung - Versicherungspflichtgrenze, Pflichtversicherungsgrenze

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Datenschutzerklärung und Einwilligungserklärung

Die Broschüre zum Thema gesetzliche und private Krankenversicherung mit dem Titel:
 “
GESETZLICH ODER PRIVAT VERSICHERN
ist wieder verfügbar.

Auszug aus dem Inhalt:

  • Grundsätzliche Unterschiede zwischen der GKV und der PKV
  • Für welchen Personenkreis ist eine PKV möglich und sinnvoll
  • Versicherungspflicht und Versicherungsfreiheit
  • Familienplanung und Krankenversicherung
  • Krankenversicherung im Rentenalter
  • Entwicklung der beiden Systeme
  • Wichtige Neuerungen zur Gesundheitsreform
  • Bausteine einer PKV
  • Wie finde ich die richtige PKV?
  • und vieles mehr....

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